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Ostasiatische Länder arbeiten in Energiewirtschaft zusammen
2006-10-12 16:58  CRI

Die Wirtschaft in Ostasien ist schnell gewachsen. In den vergangenen Jahren lag das Wachstum über dem Weltdurchschnitt. Die ostasiatischen Ländern wie China, Japan und Südkorea arbeiten untereinander nicht nur im Außenhandel, sondern darüber hinaus auch im Bereich der Energiewirtschaft zusammen.

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit in Ostasien gilt als der dynamischste Bestandteil der regionalen Zusammenarbeit in Asien. Das daraus folgende Wirtschaftswachstum in Staaten wie China und die damit verbundene Investitionskraft erfordert aber einen hohen Energie- und Rohstoffverbrauch. Vor einem Jahr hat sich die chinesische Regierung zum Ziel gesetzt, eine energiesparende und umweltschonende Gesellschaft aufzubauen. In diesem Sinne soll auch die Art und Weise des Wirtschaftswachstums verändert werden. Unterstrichen wurde dabei nicht nur der sparsame Umgang mit Energie, sondern darüber hinaus eine aktivere internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich.

Der hohe Energieverbrauch ist aber keinesfalls nur ein Problem der Entwicklungsländer, sondern eine Frage der gesamten Weltgemeinschaft, betonte Xu Dingming, Vizeleiter der Staatlichen Führungsgruppe für Energiewirtschaft:

"Die Energie- und Umweltprobleme treten infolge der weltwirtschaftlichen Entwicklung immer deutlicher zutage. Sollten diese Probleme nicht effektiv gelöst werden, können die Ziele der nachhaltigen Entwicklung nicht erreicht werden. Auch das Lebensumfeld und die Qualität würden dann in Mitleidenschaft gezogen. Die wiederverwendbaren Energien sind reichhaltig, sauber und mehrmalig verwendbar. Deshalb ist die Erschließung und Nutzung erneuerbarer Energien unentbehrlich für die Lösung der globalen Energie- und Umweltprobleme."

Die chinesische Regierung hat die Notwendigkeit der Energieprobleme voll erkannt. So trat am 1. Januar dieses Jahres in China das Gesetz über die erneuerbaren Energien in Kraft. Hinzu kamen 12 wirtschaftspolitische Maßnahmen in diesem Bereich. Außerdem hat das Staatliche Hauptamt für Umweltschutz Unternehmen zur Entwicklung von energiesparenden Technologien ermutigt, um die Umweltbelastungen und insbesondere die Umweltverschmutzung durch Industrieunternehmen einzudämmen.

Um den sparsamen Umgang mit Energie strenger durchzusetzen, hat der Ständige Ausschuss des Nationalen Volkskongresses vorgeschlagen, die Verbrauchssteuer auf Kohle und andere nicht erneuerbare Energieträger zu erweitern.

Ergänzend dazu wurde ein Programm zur langfristigen Entwicklung der erneuerbaren Energie erarbeitet. Hauptinhalt des Programms ist, Entwicklungserfahrungen aus dem Ausland zu nutzen und die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich insgesamt zu verstärken. Der Vizeleiter der Staatlichen Führungsgruppe für Energiewirtschaft, Xu Dingming, betonte, dass die immer stärker werdende wirtschaftliche Abhängigkeit zwischen China und anderen ostasiatischen Ländern und Gebieten dazu führe, dass es im Bereich der Energiewirtschaft mehr Kooperation als Wettbewerb geben werde:

"Um die globale Energieversorgung zu sichern, brauchen wir eine neue Einstellung zum Energieverbrauch. Dazu gehört eine internationale Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen sowie verschiedene Garantien. Unsere Zusammenarbeit mit ost- und nordostasiatischen Ländern in der Energiewirtschaft besteht schon seit langem. In den vergangenen Jahren kam es zu regem Austausch mit Japan und Südkorea."

Ferner sagte Xu Dingming, die wirtschaftliche Entwicklung Chinas sei von Ostasien nicht zu trennen. Der Handel mit den ostasiatischen Ländern und Gebieten macht derzeit 60 Prozent des chinesischen Außenhandelsvolumens aus. Zudem stammen 60 Prozent der auswärtigen Investitionen, die jedes Jahr in China fließen, aus Ostasien.

Da Chinas Technologien und Marktentfaltung in den Bereichen Energieeinsparung und Umweltschutz noch in den Kinderschuhen stecken, ermutigt die chinesische Regierung ausländische Unternehmen, bevorzugt in diese Gebieten zu investieren. Akihiro Kuroki ist Vertreter eines japanischen Forschungsinstituts für Energiewirtschaft. Seiner Meinung nach hat der chinesische Energiemarkt breite Perspektiven zu bieten. Eine chinesisch-japanische Zusammenarbeit in der Energieeinsparung besitze großes Potential:

"Derzeit läuft bereits ein Kooperationsprojekt für eine rationelle Nutzung von Energie. China spielt eine entscheidende Rolle bei der effektiven Nutzung von Energie in ganz Ostasien. China und Japan haben vor Kurzem in Tokio vereinbart, künftig im Bereich der Energienutzungstechnik zusammenzuarbeiten."

Gemäß dem von China ausgearbeiteten Programm zur langfristigen Entwicklung von wiederverwendbaren Energien soll in den kommenden Jahrzehnten in China ein riesiger Markt entstehen. Die Energieeinsparung und die Entwicklung der erneuerbaren Energien entsprechen Wirtschaftsexperten zufolge nicht nur den Interessen Chinas, sondern bieten auch vielen Unternehmen in ganz Ostasien große Geschäftschancen.

(CRI)
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